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7. Februar 2012

Best off 2011

Highlights aus 2011 oder solche, die es in 2012 werden sollen - Dauerblüher, Klein- und Ziersträucher, Blütenstauden.

Den ausführlichen Text mit allen Bildern und Links über Dauerblüher - Verbascum chaixii 'Album', Zierstrauch- Buddleja lindleyana oder die Großstaude - Althaea cannabina unter Gartenblog Januar, Februar 2012

11. Dezember 2010

Echte Felsenbirne Amelanchier ovalis


Warum ausgerechnet dieser Strauch in den Suchbegriffen der Statistik ganz oben steht, ist mir nicht klar. Nun quasi auf vielfachen Wunsch etwas mehr dazu.
Der einheimische Strauch bleibt deutlich kleiner, als die bekannte Kupfer-Felsenbirne A. lamarkii, die in jedem zweiten Garten zu finden ist. Blüte, Herbstfärbung und Habitus ähneln sich sehr. Auf die überreiche weiße Blüte im April und Mai folgen schwarze Beeren, beliebt bei Vögeln, die, falls man schneller ist, als Wildfrucht zu Marmeladen etc verarbeitet werden können. Die hohe nordamerikanische Felsenbirne (früher A. canadensis) ist ein Großstrauch und bekannt für die rot-orange Herbstfärbung, die früh einsetzt, aber nur kurz andauert. Dass sie so viel gepflanzt wird, liegt an der Anspruchslosigkeit und Frosthärte. Der Habitus ist groß und rund, so breit wie hoch. Leider sieht man viele aufgeastete, halbierte, auf den Stock gesetzte und sonstwie heruntergeschnittene Felsenbirnen, die nichts mehr mit der Schönheit eines freiwachsenden 6-8 m hohen alten Exemplars gemein haben. Oft wäre A. spicata, eine wenig verbreitete Art aus Nordamerika viel besser geeignet. Sie wächst schmal und aufrecht. Als Hochstamm ist übrigens A. arborea 'Robin Hill' eine gute Wahl.

Zurück zu Amelanchier ovalis. Sie wächst in Mitteleuropa auf Trockenmagerrasen, kalkhaltigen Hängen und felsigen Stellen. Für den Garten heißt das, alle sommertrocken, sonnigen Stellen mit durchlässigen mageren, gern kalkhaltigen Böden sind gute Pflanzplätze. Nach 10 Jahren im Garten Gröne ist der Strauch etwa zwei Meter hoch und breit. In der Literatur werden 1,5 bis 3 m als Höhe angegeben, abhängig vom Standort. Noch kleiner bleiben die Sorten A.o. 'Helvetica' und 'Pumila'.
Unterpflanzt mit Geranium 'Johnsons Blue' und Spodiopogon sibiricus als Begleiter der wunderbaren Herbstfärbung ist Amelanchier ovalis ein wichtiger Strauch im Gehölzbestand des Gartens.
Link zum virtuellen Rundgang Steppenheide

9. Oktober 2010

Jetzt ist Pflanzzeit!

Als ich in der Baumschule lernte, hing jeden Herbst ein langes, im dunklen Grün gehaltenes Plakat mit diesem Spruch an der Straße. Für uns war das eine Selbstverständlichkeit. An der Arbeit konnten wir feststellen, dass die Saison wieder begonnen hatte. 20 Jahre später sind Gehölze und Rosen dank der Containerkultur allzeit verfügbar. Daran ist nichts auszusetzen, aber dass Herbst und Winter die besten der möglichen Pflanzzeiten sind, gilt nach wie vor. Heutzutage erhält man erstaunte Blicke, wenn man vorschlägt die Pflanzung noch im Herbst umzusetzen. 
Gehen die nicht im Winter ein? Da wundert sich das Publikum, denn niemand sagt Ihnen, dass Rosen, Pfingstrosen, Ziersträucher, Bäume, Stauden und Gräser im Winterhalbjahr erste Wurzeln machen, sich am neuen Standort etablieren, im Boden vor Frost und Trockenheit geschützt sind und im Frühjahr mit Vorsprung ins neue Gartenjahr starten können. Natürlich lieben Japananemonen keine Herbstpflanzung. Klar ist auch, dass bei nässeempfindliche Stauden, die auf wenig durchlässigen Boden gepflanzt werden, die Gefahr des Auswinterns besteht.
Können sie denn alle Pflanzen besorgen? An der Stelle muss ich zögern, denn wie in der 'self verfilling prophecy' hat sich das Sortiment der Gartencenter und mancher Staudengärtnerei im Herbst tatsächlich verkleinert. Die Vermehrungszeiten zielen auf das Frühjahr als Hauptabsatzzeit hin. Wegen der geringen Nachfrage wird der Aufwand für die Überwinterung als zu groß angesehen und die großen Gartencenter und Baumärkte rechnen. Sie brauchen den Platz der Stauden für die Weihnachtsausstellung. Das führt zu Auswüchsen, wie dem rabattierten Abverkauf der Pflanzen. Wat nix kost taugt nix, ist nur eine der möglichen Assoziationen. Das Spiel geht weiter. Vor allem im April und Mai muss das Pflanzen-Geschäft brummen, dann kommen schon die Gartenmöbel und das Grillgerät.
Wer leidet darunter? Kleine Landschaftsgärtner, Baum- und Rosenschulen und Staudengärtnereien, deren Umsatz im Herbst einbricht und durch Mehrarbeit im Frühjahr wieder aufgeholt werden muss.
Nur die Blumenzwiebelhändler haben noch nach wie vor jetzt ihre Hauptsaison. Ein weiteres Argument für die Pflanzung im Herbst. Ohne Tulpe, Narzisse und Co. kein immerblühendes Beet.