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4. Februar 2016

Fotoalben aus 5 Jahren Gartenreisen in England.

Nach fünf Jahren Gartenreisen ins gelobte (Eng)land ist es Zeit, die bei den Reisen entstandenen Bilder auch nach Themen zu ordnen. Da für eine solche Arbeit der Winter ideal ist, kann ich heute neue Fotoalben präsentieren. Es werden im Laufe des Jahres noch weitere hinzu kommen. Als Medium verwende ich schon lange die Fotoalben-Funktion von Facebook, da diese auch von Nicht-facebook-Mitgliedern betrachtet werden können.

Schnappschüsse, Blüten, Texturen und Strukturen aus 5 Jahren Gartenreisen in Europa.










Aufnahmen aus dem berühmten Gravel-Kiesgarten von Beth Chatto in Essex, Südostengland. 









Aufnahmen aus dem Water Garden, den Pflanzungen an den Teichen im Beth Chatto Garden in Essex, Südostengland.









Blumenzwiebeln und Frühlingsblüher in englischen Gärten. Aufnahmen aus Sissinghurst, Great Dixter, Forde Abbey, Knightshayes Court, Bosvigo und Pashley Manor. 










Eastleach House Garden, einer der, wie ich finde, schönsten der unbekannteren englischen Gärten in den Cotswolds bei Cirencester,Gloucestershire.




31. Oktober 2013

Videos aus dem Garten Gröne















Im Abstand von 10 Jahren drehte die Firma Imhoff Realisation zwei Moderationen für die Sendung ARD- Ratgeber Heim+Garten im Garten Gröne. 2003 moderierte Ulrike Lindner aus dem frühlingshaften Staudengarten im April. Stichworte sind Zwiebelgewächse und Schattenstauden, die Verwendung von Narzissen in Staudenbeeten und Grundsätzliches zur modernen Staudenverwendung. Die Pflasterkünstlerin Sylvia Dorner gibt einen Einblick in ihre Arbeit.













Ende September 2013 drehte das Team im spätsommerlichen Garten zur besten Staudenzeit ein weiteres Mal. Die Staudenaralie, eine weissfrüchtige Eberesche, der New German Style und der Umgang mit der Farbe Gelb sind die angesprochenen Themen.
Haus+Garten September 2013 - 9.05 Minuten















Grenzenlose Gartenlust im Garten Gröne - Beitrag aus der ORF-Sendung zur Gartenreise von Karl Ploberger und Wolfram Franke an den Niederrhein und zur Floriade Venlo im August 2012.

10. September 2013

Ein faszinierender Stauden- und Gräsergarten - Spätsommer im Garten Gröne



Freue mich sehr nun das Buch zum Garten Gröne vorstellen zu können: 
"Ein faszinierender Stauden- und Gräsergarten -artenreich, naturnah, pflegeleicht" stellt den Garten in allen Jahreszeiten, geordnet nach Lebensbereichen vor. Zum ersten Mal wird in der erfolgreichen DVA- Reihe "Das Gartenportrait" ein Staudengarten ausführlich beschrieben. Das Buch- Projekt vorzubereiten dauerte viele Monate, das Buch zu schreiben mehrere Wochen, die Bilder zu fotografieren 12 Jahre. 



Spätsommer 2013 im Garten Gröne

Samstag, 21. September 2013
Sonntag, 22. September 2013




An diesem Wochenende ist der Garten Samstags von 14.00 bis 18.00 und Sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Buchpräsentation: Ein faszinierender Stauden- und Gräsergarten - artenreich, naturnah, pflegeleicht Wir feiern das Erscheinen des neuen Buches über den Garten Gröne in der erfolgreichen DVA-Reihe: "Das Gartenportrait". Text und Fotos von Hermann Gröne.


Gartenkonzert mit Timo Brauwers
 Am Sonntagnachmittag, 22.9. unterhält der bekannte Niederkrüchtener solo acoustic guitarist Timo Brauwers die Besucher. Die perfekte fingerstyle-Technik mit der er eigene Songs und Popklassiker interpretiert, erlaubt komplexe Klangbilder, melodiöse Strukturen und Rhythmen, die jeden Zuhörer in ihren Bann ziehen. 2010 veröffentlichte Timo seine Debut-CD „On My Way“ unter Sony Music, die ihm im Dezember 2010 den ersten Preis als „Bester Instrumental Solist“ und den zweiten Preis als „Bester Gitarrist“ beim deutschen Rock und Pop Preis bescherte. Trotz Gastauftritten als Rockgitarrist und seiner Arbeit als Musikdozent befindet sich sein Schwerpunkt bei der akustischen Gitarre. Dass Timo diese Abwechslung liebt, merkt man bei seinen Live-Auftritten ganz besonders. Der Mitorganisator der Viersener Gitarrentage spielt am Sonntagnachmittag ab 15.00 Uhr bis zum Schließen der Wahllokale.
Der Eintritt ist frei. 

Der Verlag über das Buch:
Im Privatgarten des Gartenplaners und Autors Hermann Gröne aus Nettetal am Niederrhein werden seit 20 Jahren Ideen erprobt, wie ein zeitgemäßer, an natürlichen Vorbildern orientierter Staudengarten aussehen kann. Große, jahrzehntealte Bäume geben dem Garten einen parkartigen Charakter. Nach Karl Foersters Motto »Es wird durchgeblüht« bieten Knollen- und Zwiebelgewächse, Blütenstauden, Gräser und Farne zu jeder Jahreszeit ein abwechslungsreiches Schauspiel. Moderne Entwicklungen wie ein Kiesgarten oder Gras- und Wildstaudenpfl anzungen fließen in die Gestaltung ein. Die Größe der gezeigten Beete liegt meist im »Hausgartenbereich« und ist deshalb auf viele andere Situationen übertragbar. Wer kann einen Garten besser mit Worten und Fotografien schildern als der Gestalter selbst, der den Garten und seine Pflanzen jahrein, jahraus erlebt ?



11. Juni 2011

CEWE Fotowettbewerb „Mein Hobby und ich!“


Wir Kinder stellten alles Mögliche mit den kleinen einseitig klebenden Vierecken an und wenn meine Mutter sie brauchte, waren keine mehr da. Fotoecken gehörten zum Inventar meiner Kindheit, mit ihnen wurden die Papierabzüge von Vaters Negativ-Film in zeitliche Ordnung gebracht, zu 3-4 auf jeder Seite des Stoff umhüllten Albums arrangiert und mit Erläuterungen und Kommentaren per Füllfederhalter versehen. Ob die Klebeecken noch produziert werden? Vielleicht in Kleinmengen für Liebhaber, die genauso wie meine Rähmchen, Magazine und Glühlampen für Diaprojektoren immer teurer, weil seltener werden.
Das ist alles so gut wie vorbei. Ich fotografiere digital und das 3. Album mit den neusten Gartenfotografien, das bei den Tagen der offenen Gartentür ausliegt, wird ein Fotobuch sein.
Was mir bei Hochzeiten, runden Geburtstagen und ähnlichen Anlässen schon mehrmals begegnet ist, hat Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Mach dir ein Buch, spiel Verleger und beeindrucke Freunde und Verwandtschaft mit deinem Talent. Als Layouter, Texter und Fotograf in Personalunion. Zeig mir dein Fotobuch und ich sage dir, wer du bist.
Der Marktführer CEWE hat den Fotowettbewerb „Mein Hobby und ich!“ ausgeschrieben und fordert die Gartenszene auf, ihr Paradies auf einer Doppelseite als Collage zu präsentieren. Mit dem berühmten Quäntchen Glück sind viele Preise wie hochwertige Gartenmöbel oder eine professionelle Gartenberatung zu gewinnen. Ladet einfach ein Porträtfoto von euch und drei eurer schönsten Gartenfotos hoch. Zeigt euren „grünen Daumen“!

Zum Fotowettbewerb

8. März 2011

Nettetal ohne eigenen Garten auf der floriade 2012 in Venlo

Einen 'Nette-Seen-Garten' auf der floriade wird es nicht geben. Da ich oft auf meinen Vorschlag für eine Beteiligung der Stadt Nettetal an der Weltgartenausstellung im benachbarten Venlo angesprochen werde, hier nun die Absage. Angesichts der Haushaltslage der Stadt hat eine eigener Ausstellungsbeitrag auf dem floriade Gelände im Norden Venlos keine Mehrheit in Rat und Verwaltung gefunden. Zur Erinnerung: Es werden 2 Millionen Besucher erwartet, 50% davon aus Deutschland.
Nettetal wird nun im Pavillon des Landes NRW Unterschlupf finden. Der viel gelobte Entwurf verschwindet in der Schublade. Vielleicht kann er bei passender Gelegenheit wieder hervorgeholt werden und stattdessen im Stadtgebiet Nettetal verwirklicht werden.
Weiter in der Diskussion: eine multimediale Präsentation, wie sich das grüne Nettetal als Stadt der sieben Seen und attraktives Ziel für Garten- und Pflanzenliebhaber vorstellen kann.
Auf ganz praktische Art werde ich wohl an der floriade teilnehmen können. In Zusammenarbeit mit niederländischen Gartenbauunternehmen, die Arbeiten im Gelände während der floriade übernehmen. Aufgabenbereich: Die Pflege anspruchsvoller Staudenpflanzungen.

Aktueller Artikel in der Rheinschen Post vom 14. März 2011

blogbeitrag vom 4. Febraur 2010

Kommentar von Ludger Peters, Rheinische Post

5. März 2011

Staude der Stunde - Pachyphragma macrophyllum


Lange Zeit fand sich Pachyphragma macrophyllum syn. Thlaspi macrophyllum nur in der englischen Gartenliteratur beschrieben. Der Bodendecker und Lückenfüller an schattigen Plätzen ist jedes Jahr um diese Zeit eine Empfehlung wert. Wo Platz ist, vergrößern sich die Bestände durch moderate Selbstaussaat.
Bei Beth Chatto heisst es über sie: "Ich verwende große Mengen als Bodendecker und wirkungsvoll im Schatten unter Büschen. Es ist eine unterschätzte Pflanze, die sich nur langsam ausbreitet und mit ihren großen, runden, schimmernden Blüten ein auffälliger Bodendecker ist. Wenn die Schneeglöckchen verblüht sind, treten die dichten, weißen Blütenbüschel wie spät gefallene Schneeflocken deutlich hervor."

28. Februar 2011

Garten-Oskars



Die Oscarverleihung in den USA hat mich inspiriert auch meine persönlichen Garten-Oskars via twitter zu verleihen. Die Auswahl der Kategorien ist ziemlich zufällig und nicht vollständig.

And the Winner is:

Mein #Oskar für die beste Neuheit in Sachen “Garten und Internet“ geht an: http://www.gartenfernsehen.de/ #garten #tuin #garden


Mein #Oskar für die beste Sammlung abseitiger Gartenbilder geht an : Kiss my Aster http://bit.ly/hDr4sR #garden

Mein #Oskar für den besten gärtnerischen twitter-acount in deutscher Sprache geht an: @gartenliteratur(Maria Mail-Brandt) #garten #tuin #garden

Mein #Oskar für den besten gärtnerischen twitter-acount in niederländischer Sprache geht an: @aalbeek(Roger Bastin) #tuin #garden #garten

Mein #Oskar für die besten Frotzeleien zur Affäre Guttenberg geht an :@peterhellinger #guttbye

Mein #Oskar für die beste paper.li -Veröffentlichung im Bereich #Garten #tuin geht an: The Jaap de Vries Daily http://paper.li/Jakobstuin

Mein #Oskar für den besten englischen gartenblog geht an: http://noels-garden.blogspot.com/ #garden

Mein #Oskar für den besten österreichischen gartenblog geht an: http://hardy-geranium.blogspot.com/

Mein #Oskar für den besten canadischen gartenblog geht an: You grow girl http://www.yougrowgirl.com/ #garden

Mein #Oskar für den besten amerikanischen Gartenblog geht an: http://www.gardenrant.com/ #garden

29. März 2010

Was sind Opferstauden?


Gastbeitrag von Torsten Matschiess, Garten Alst

Die Aufnahme zeigt Aralia californica im ersten Frühjahr umgeben von Geum rivale.

Da der Begriff der Opferstaude bereits kursiert, möchte ich eine kleine Definition nach reichen.
Als der Garten Alst frisch bezogen noch ein Meer von Weihnachts- und Lebensbäumen war, ging es bei geselligen Abenden so langsam los mit der Planung. Von meiner ursprünglichen Idee, zuerst kleine Beete als Inseln in die Wiese zu platzieren, um dort zuerst die Großstauden zu pflanzen, konnte uns unser Freund Hermann (www.garten-groene.de) schnell abbringen. Zum einen musste in jedem Fall der gesamte Plan stehen, bevor wir diese Inseln hätten anlegen können und zum anderen bot Hermann an, seinen eigenen Garten zu beernten, um nicht zu sagen zu plündern. Bei der weiteren Planung wurde schnell klar, dass die Großstauden nicht im Hintergrund, sondern nah an den zahlreichen Wegen stehen sollten, ohne jedoch diese langfristig zu verbauen. Im späten Sommer sollten sie durch ihre gestaffelte Anordnung Strukturen schaffen, den Raum optisch vergrößern und Sichtachsen nicht entlang der Wege sondern durch die Beete selbst schaffen.
Was bei einer in der Höhe gestaffelten Rabatte in der Regel weniger Beachtung findet, wurde zur interessanten Frage bei unserer Planung: Wie umpflanzen wir die Großstauden, damit sich diese adäquat entwickeln können und ihr Umfeld auch im Frühjahr attraktiv wirkt. Wer einmal die Entwicklung einer Aralie (continentalis oder californica) oder Aconogonon speciosum Johanniswolke über Jahre beobachtet hat, wird wissen, welchen immensen Raum sie über diese Zeit einnehmen. Wir waren also auf der Suche nach Stauden, die möglichst früh im Jahr blühen und mit im Jahresverlauf zunehmender Beschattung (durch die Großstauden) zurecht kamen. Des weiteren mussten sie nicht sehr langlebig sein, da sie mit der Zeit eh verdrängt werden. In diesem Zusammenhang fand ich den Begriff Opferstauden angemessen. (Zu diesem Zeitpunkt wären Einjährige nicht in Frage gekommen. Kann man mal sehen, wie dogmatisch wir in diesen Dingen waren…)
Als Opferstauden wurden dann schnell folgende Kandidaten ausgewählt: Papaver orientale, Geum rivale, Pulmonaria officinalis, Geophyten, Bistorta affinis und weitere Bodendecker für eher halbschattiges Milieu.
In Kürze folgen ein paar Beispiele aus der Praxis. Hier und unter garten-groene.blogspot.com.
Am Rande: Der Name Opferstauden habend, d. h. „zum Opfer die (Homa-)Staude verwendend”, ist ein Kultname des Priesters Spitama aus Awesta „Zarathuschtra Spitama”.

28. März 2010

Staude der Stunde-Pachyphragma macrophyllum


Die unscheinbare Staude mit den frischgrünen, runden Blättern fällt im Sommer nicht weiter auf. Ihre besondere Stärke liegt in der frühen Blütezeit direkt nach Krokus und Galanthus. Auch im tiefen Laubgehölzschatten kommt die immergrüne Staude gut zurecht. Sie sät sich leicht aus ohne lästig zu werden und dient als Begleiter von Solitär- und Blattschmuckstauden oder Bodendecker im Schatten und Halbschatten.
Bis vor einigen Jahren fand sich Pachyphragma macrophyllum syn. Thlaspi macrophyllum nur in der englischen Gartenliteratur beschrieben.
Beth Chatto schreibt in ihrem Buch: 'Im grünen Reich der Stauden' über sie: "Ich verwende große Mengen als Bodendecker und wirkungsvoll im Schatten unter Büschen. Es ist eine unterschätzte Pflanze, die sich nur langsam ausbreitet und mit ihren großen, runden, schimmernden Blüten ein auffälliger Bodendecker ist. Wenn die Schneeglöckchen verblüht sind, treten die dichten, weißen Blütenbüschel wie spät gefallene Schneeflocken deutlich hervor."

Bestimmt bieten mehrere Staudengärtnereien das großblättrige Täschelkraut an. Bekannt sind mir zur Zeit Friesland-Staudenkulturen in Jever und Staudengärtnerei Sarastro in Ort am Inn, Österreich.

23. März 2010

Wer war eigentlich Rosemarie Weisse?


Die Planerin und Staudenkennerin Rosemarie Weisse gestaltete 1983 im Zuge der IGA München im Westpark eine Steppenheidepflanzung, die vielen Staudenfreunden ein Begriff wurde. Mit der Verwendung von Gräsern wie Miscanthus, Stipa, Pennisetum und vielen Stauden der momentan sehr angesagten nordamerikanischen Prärie war sie ihrer Zeit voraus.
Dass sich die Pflanzung in der 90er Jahren stets im optimalen Pflegezustand präsentierte, lag daran, dass die Planerin regelmäßig die Anlage besuchte und für ein geringes Honorar in die Pflege über Jahre persönlich eingebunden war.
Dadurch konnten Fehlentwicklungen wie unkontrollierte Aussaat einzelner Arten, das Einnisten von Wurzelunkräutern oder ungeeignetes Nachpflanzen bei Ausfällen immer verhindert werden. In Zeitschriften und Gartenbüchern war die Anlage präsent. Zum Beispiel berichtet Penelope Hobhouse in ihren Buch “Pflanzen in ihren Lebensbereichen“ über die Anlage. Auch Noel Kingsbury zeigt in “The new perennial garden“ Fotos der Pflanzung. Der englische Gartenautor Stephen Lacy berichtet 2002 über “The new german style“ und schreibt begeistert vom Besuch im Westpark. Zu der Zeit war für internationale Besucher des Sichtungsgarten Weihenstephan auch ein Besuch dieser Staudenpflanzung obligatorisch.
Rosemarie Weisse verstarb 2002 im Alter von 74 Jahren. Seitdem hat die Qualität der Pflanzung abgenommen. So die Meinung mehrerer Besucher des Gartenpraxis-Semiars zur Zukunft und Aktualität der Staudenrabatte in Grünberg. Auf private Initiative wurde inzwischen Kontakt mit dem Witwer aufgenommen, um Einsicht in die Pläne und Aufzeichnungen nehmen zu können.
Die Verantwortlichen des Westpark scheinen nicht genug zu würdigen, dass die Planerin in Gartenbaukreisen weltberühmt ist und dies eine Pflanzung mit Vorreiterrolle war.
Ich habe jahrelang als Besucher der Gartenpraxis Seminare mit Frau Weisse im Saal gesessen und das ein oder andere anregende gärtnerische Gespräch führen können. Wenn das Netz nichts vergisst, freue ich mich hiermit, einen kleinen Beitrag zum Andenken an Rosemarie Weisse geleistet zu haben.


Fotos von der Staudenpflanzung im Westpark auf flickr von 2007

Artikel von 2002 im engl. Magazin Horticulture, in english

Gärtnerische Ziele in Europa

17. März 2010

Sequoiafarm Kaldenkirchen


Nachdem sich Besucher im Zuge einer Kunstausstellung 2009 im Gelände der Sequoiafarm im Kaldenkirchener Grenzwald vom Pflegezustand der Anlage ein Bild machen konnten, gab es kritische Leserbriefe in der örtlichen Presse. Die Farm ist das Lebenswerk von Dr. Ernst J. und Illa Martin, die hier in den 50er und 60er Jahren eine Sammlung nordamerikanischer Gehölze mit Schwerpunkt Sequoia aufbauten und forstbotanische Versuche mit dem Bergmammutbaum Sequoiadendron giganteum sowie dem Küstenmammutbaum Sequoia sempervirens durchführten. Die Anlage war jahrelang den Universitäten Köln und später Essen zu Versuchs- und Lehrzwecken. angeschlossen. Der Pachtvertrag mit den Besitzern, den Stadtwerken Nettetal lief 2007 aus.
In den letzten Jahren sank vor allem die Artenzahl im Staudenbestand der Sammlung.
Umso erfreulicher ist nun, dass die Stadtwerke beschlossen haben, Geld und Zeit in dieses dendrologische Kleinod zu investieren. Seltene Bäume und Sträucher werden frei geschnitten und der Staudenbestand soll nach alten Listen wieder aufgearbeitet werden.
Der Verein Projekt Mammutbaum eV und ihr Mitglied Erik Martin, Sohn der Gründer, fordern und fördern diese Entwicklung. In diesem Mai wird die Zweite Mitglieder-Versammlung und 7. Treffen der Mammutbaumfreunde in der Region stattfinden und dabei auch die Sequoiafarm besichtigen. Viele wissen nicht, dass an anderer Stelle im Grenzwald, für den Spaziergänger nicht sichtbar, eine der größten zusammenhängenden Pflanzungen mit 60 Jahre alten Mammutbäumen in Europa zu finden ist.
Mehr lesen Sie hier.

11. März 2010

Zwei neue Stauden aus der Gärtnerei `Sarastro`




Gastbeitrag aus dem lesenwerten Newsletter der Staudengärtnerei `Sarastro` in Österreich, von Christian Kress.

“Wenn du nichts dagegen hast, so möchte ich dir in Zukunft in lockerer Folge als Newsletter ein wenig Arbeit im Garten verschaffen, einige dir vielleicht bekannte, aber auch unbekannte Stauden vorstellen, sowie den neuesten Tratsch aus der Staudenwelt vermitteln“.
 
Collinsonia canadensis
Die Steinwurzel stammt ursprünglich aus Kanada und sieht in der Gestalt einer Brennnessel nicht unähnlich, nur dass ihre leicht gezähnten Blätter glatt sind. Ab Ende Juni erscheinen die zitronengelben Blüten an den Triebspitzen. Das Bemerkenswerteste ist jedoch ihr unbeschreibliche Duft nach Zitronengras oder Limonen. Die Endhöhe beträgt etwa 120 cm, wir haben es also mit einer stattlichen Staude zu tun, die sich in jedem nicht zu trockenen Boden wohl fühlt. Der ideale Standort befindet sich in Naturgärten in Waldpartien oder zwischen anderen Halbschattenstauden wie Hosta oder Astilbe.

Penstemon x mexicali ‘Tabasco‘
Die Bartfäden sind eine unglaublich arten- und sortenreiche Gattung, die meisten davon alpine Gewächse und bilden niedere Polster. Die uns bekanntesten Bartfäden (‘Schönholzerii‘ etc.) blühen in großen, auffälligen Glocken und sind in den meisten Regionen Mitteleuropas nicht winterhart. Vor etwa fünfzehn Jahren entstand in Denver/USA ein Bartfaden aus einigen harten Arten, welcher durch seine lang anhaltende und reiche Blüte allgemeines Aufsehen erregte. Sein Sortenname hieß ‘Red Rocks‘, dies ist der Name eines künstlichen Amphitheaters, welches sich westlich von Denver befindet. Dieser auch bei uns in Mitteleuropa völlig winterharte Bartfaden wurde mit der Zeit auch über Samen vermehrt, wodurch es zu einer leichten Mischung von Rot- und Rosatönen kam. Aus einer Aussaat selektierten wir vor zwei Jahren in unserer Gärtnerei die Sorte  ‘Tabasco‘. Diese Neuheit zeichnet sich durch ihre absolute Winterhärte und den tiefroten Blüten aus, die einen leicht hellen Schlund besitzen. Der beste Standort ist jeder Kiesgarten, aber auch in größeren Steingärten ist ‘Tabasco‘ gut aufgehoben, ebenfalls an einer warmen Hausmauer. Der Boden sollte durchlässig und von lehmig-sandiger Statur sein. Ein leichter Rückschnitt fördert ein erneutes Blühen, bis in den Herbst hinein!
 
Homepage Staudengärtnerei Sarastro

9. März 2010

Staudenhecken aus Großstauden und Ziergräsern



Großstauden und hohe Ziergräser eigenen sich unter anderem für temporäre Hecken und sommerlichen Sichtschutz an Stellen, die nur in der Gartensaison vor neugierigen Blicken geschützt sein sollen. Als Alternative zu Ziersträuchern bieten solche "Staudenhecken" ein abwechslungsreiches Bild mit der typischen jahreszeitlichen Dynamik der Stauden. Kombiniert mit Vorsommerblühern und Blumenzwiebeln sind die Pflanzungen das ganze Jahr attraktiv und erfüllen ihren Zweck. Die Fachhochschule ZHAW in Wädenswil, Schweiz, hat einige “Staudenhecken“ mehrere Jahre getestet. Im Garten Gröne wachsen seit langem Staudenknöterich 'Johanniswolke', die mächtige kalifornische Staudenaralie oder die mexikanische Amicia zygomeris
und werden von Jahr zu Jahr imposanter.
Mehr zu Großstauden und Ziergräsern lesen Sie hier.
Infos zu den Schweizer Staudenhecken finden Sie im pdf.

3. März 2010

Kiesgarten – Eine Begriffsbestimmung


Prärie-, Stein-, Trocken-, Steppen- oder Kiesgarten, das ist die Frage. Allen gemein ist die gärtnerische Verwendung von trockenheitsliebenden Pflanzen für magere Böden, die statt mit organischem Mulch mit mineralischem Kies oder Splitt gemulcht werden. Beth Chatto oder besser gesagt der Ulmer Verlag prägte den Begriff, als er die deutsche Ausgabe ihres Buches 'gravel garden' korrekt mit Kiesgarten übersetzte. Leider zeichnet sich inzwischen eine neue Bedeutung ab, die den Begriff Kiesgarten vereinamt. Leider deshalb, weil der Stauden- und Pflanzenliebhaber unter Kiesgarten ganz bestimmt nicht mit Folie ausgeschlagene Flächen versteht, in denen bunte Ziersteine und Natursteinelemente aus dem Baumarkt die Hauptrolle spielen und Pflanzen nur als Beiwerk geduldet werden.
Was ich unter Kiesgarten verstehe lesen Sie hier.

21. Februar 2010

Vertical garden - Stauden an der Wand



Eines der meistgelesenen Gartenmagazine der Niederlande 'groei und bloei' berichtet in einer Spezialausgabe ausführlich zum Thema 'vertical garden'. Da habe ich wohl eine Entwicklung verschlafen. Der Name Patrick Blanc sagte mir zwar dunkel etwas, aber ihn hatte ich bislang nur mit Indoor, also Zimmerpflanzen- Verwendung in Verbindung gebracht. Für mich neu ist die Outdoor Verwendung zur Hausfassadenbegrünung. Die Arbeiten sind so bemerkenswert, dass man zweimal hinschauen muß. Heuchera, Carex, Akelei, Thymus, Spornblume und viele andere bekannte Blütenstauden, Gräser, Bodendecker und Zwerggehölze steigen die Wand hoch und durchmischen sich in der Höhe zu einem attraktiven Blattteppich, wie man es in den besten Fällen in eingewachsenen, gut geplanten Staudenpflanzungen sehen kann. Inzwischen haben sich verschiedene Firmen und Architekten mit dem Thema beschäftigt, aber der uneingeschränkte König dieser neuen Disziplin ist wohl der Franzose Patrick Blanc. Er berichtet, das seine Pflanzenauswahl sich auf Sonnen- und Schattenpflanzen beschränkt, die mit einer geringen Humusauflage zurecht kommen und in der Natur auf steinigen Böden und felsigem Untergrund vorkommen.
In einem englisch sprachigen Youtube Video wird u.a. die Fassade des Musée du Branly in Paris vorgestellt, das vermutlich inzwischen zur Touristenattraktion geworden ist und in Gartenreisen nach Paris nicht fehlen darf. Auch in Berlin in der Fassade der Galeries Lafayette ist eine Arbeit des Franzosen zu bewundern. Informationen zu diesem Projekt bietet der Bund deutscher Staudengärtner.
Aus Sicht des Praktikers ergibt sich die kritische Frage, ob künstliche Bewässerung und Düngung und sowie die Beachtung der Lichtverhältnisse ausreicht, um über viele Jahre ein attraktives Mauergartenbild zu erhalten. Unkraut scheint nicht das Problem zu sein. Das der Spaß kein preiswertes Vergnügen ist, versteht sich von selbst. Die niederländische Firma Vertical Gardens rechnet für ihr System mit 500 Euro pro m² Wandfläche.

Webseite Patrick Blanc

16. Februar 2010

Gartenplanung von Immerblühenden Beeten.




Winterzeit ist Gartenbuch-Zeit. Dass die 'Immerblühenden Beete' sich nach wie vor im Hauptkatalog des Gräfer und Unzer Verlags halten können, freut die Autoren.
Das Foerstersche Motto: „Es wird durchgeblüht“ hat nichts von seiner Zugkraft verloren. Sollten sich in der kommenden Saison noch der ein oder andere Leser finden, rückt die nächste Auflage in greifbare Nähe. Die Zeichen stehen gut, am heutigen Tag steht das Buch nur 3 Ränge hinter Marie-Luises Kreuters „Original“ Biogarten auf der Amazon Rangliste 'Garten und Pflanzen'. Schade, dass es keine Rangliste 'Stauden' gibt.
'Konkurrenz droht nicht' laut Aussage des umtriebigen Gartenbuch-Autors und seines Zeichens Chefredakteur des Magazins GartenEden, Oliver Kipp. Sein GU-Buch 'Landhausgärten gestalten' geht in diesem Frühjahr an den Start. In der Freizeit findet der ausgewiesene Magnolienkenner schon mal Gelegenheit, sich als Verkäufer besonderer und seltener Gehölze unters Gartenvolk zu mischen. Zum Beispiel auf den Nettetaler Schneeglöckchentagen 2010 im Oirlicher Blumengarten, nur wenige Kilometer vom Garten Gröne entfernt.
Was es mit der Gartenplanung immerblühender Staudenbeete auf sich hat, verrät, kurz gesagt, ein Artikel zum Thema auf der Webseite. Immerblühende Staudenbeete

9. Februar 2010

Schneeglöckchentage 2010 in Nettetal


Warum das so ist, konnte mir noch niemand erklären, aber das leidenschaftliche Sammeln von Schneeglöckchen ist eine Passion, die stark unter Männern verbreitet ist. Wer in der Familie Waldorf die treibende Kraft hinter der Initiative ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls findet das größte gärtnerische Event meiner Region im zeitigen Frühjahr statt, wenn von richtigem `Gartenwetter` noch nichts zu sehen ist. Die Ausstellung im Oirlicher Blumengarten lockt Gärtnereien aus Österreich, England, Deutschland, Holland und Belgien an. Nach vier Jahren sind die Anbieter Sturm erprobt, die Besucher warm angezogen und alle begeistert von der Möglichkeit Ende Februar, so nah bei, die erste hochkarätige Pflanzenausstellung zu besuchen. Das übliche Beiwerk aus Kitsch, Kunst und Co hält sich angenehm in Grenzen und gegen Glühwein bei einstelligen Temperaturen oder Kaffee und Kuchen in der Bauernstube ist nichts einzuwenden...
Weiter unter: Gartenblog / Aktuelles

7. Februar 2010

Blumenzwiebel 2010 – Allium 'Globemaster'



Als Blumenzwiebel-Liebhaber freut sich der Gärtner, wenn eine der Lieblinge zur Blumenzwiebel des Jahres gekürt wird. 2010 ist das in Deutschland der Zierlauch Allium 'Globemaster'.
Die Kreuzung aus A. macleanii und A. christophii ist steril, blüht lange und zeigt sich vor allem im trockenen Zustand hoch attraktiv, ein Elternmerkmal des Sternkugellauch. Der angegebene Blütendurchmesser von 15 -20 cm wird meist nur im 1. Standjahr erreicht, was ihren Wert aber nicht schmälert....
Mehr dazu incl. Diashow unter: Gartenblog / Aktuelles

4. Februar 2010

Blumenzwiebel der Stunde



Dass in den Laboren der Gentechniker das Genom dieser Pflanzen genau unter die Lupe genommen wird ist für mich ausgemachte Sache. Die Damen und Herren suchen im Auftrag der Zierpflanzenindustrie nach dem Abschnitt, der dafür sorgt, dass Narcissus 'Rijnveld's early Sensation' sechs Wochen vor den anderen Trompetennarzissen blüht. In der Regel oder besser gesagt in diesem Winter wird das Ende Februar sein, zusammen mit Schneeglöckchen und frühen Krokussen. Die Blütenknospe ist bis zum Jahreswechsel voll entwickelt, wann sie sich aber öffnet vom Wetter abhängig. Teilweise erschienen in den letzten milden Wintern die ersten Blüten bereits um Weihnachten. Die Züchtung aus den Niederlanden stammt aus dem Jahre 1944. Der Stängel ist nicht sehr hoch und der wenig ausgewogene Blütenaufbau wird von modernen Sorten übertroffen. Selten einmal kann sich eine Blüte nach starkem Frost oder Schneefall nicht mehr aufraffen. Die Zwiebeln treiben früh aus. Mit dem Legen also nicht bis Dezember warten, sonst wird es nichts mit der frühen Sensation.
Diashow Vorfrühling

Garten Alst - Leben und Überleben auf dem Land



“Da produziert man seit vielen Jahren Webseiten, teilweise auch solche, die sich dem Thema Garten widmen und schafft es selber nicht, eine über den eigenen Garten zu veröffentlichen. Damit ist seit heute SCHLUSS!“
Endlich gibt es einen Internetauftritt zu dem zur Zeit spannendsten Staudengarten- Projekt am Niederrhein. Die Erweiterung des seit 2006 bestehenden Garten Alst in Brüggen am Niederrhein startete im März 2009 und sprengt die üblichen Privatgarten Dimensionen. Die vielseitig interessierten Großgarten-Pächter Daniela Pawert und Torsten Matschiess sind dem Garten Gröne seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Was es mit dem lapidaren: „Wir bekommen noch ein bisschen Land dazu und können neue Staudenbeete anlegen, Obstgehölze pflanzen und sogar einen Gemüsegarten wird es geben“ auf sich hat, zeigt der gartenblog.
Reiseberichte von Gärtnereibesuchen, kleine Einspieler über das Pflanzen von grünem Spargel oder der praktische Aufbau einer Sichtschutzanlage aus Weidenzäunen summieren sich mit den anspruchsvollen Fotografien von Pflanzen und Gartensituationen zu einem gelungenen Internetbeitrag.

Mehr zu den handgeflochtenen Weidenzäunen als Alternative zu Maschendraht und hochdruck-imprägnierter Massenware finden Sie hier.