23. Januar 2011

Englandreise 2011


Nun steht auch das Programm und die Preise für die Englandfahrt im Spätsommer 2011 fest. Die 5-Tagestour führt uns zu klassischen Gartenzielen des 20. Jahrhunderts wie Hidcote Manor, Tintinhull und East Lambrook. Wir besuchen zeitgenössische Anlagen wie Beth Chatto Garden und Great Dixter, aber auch moderne Gärtnereien mit sehenswerten Schaugärten wie Merriments garden, Cotswolds Flower Nursery und die Staudengärtnerie Glen Chantry.
Außerdem besichtigen wir mit Glastonbury und Avebury zwei "magische" Orte, die eng mit der frühzeitlichen Megalithkultur und dem Kult um die Artussage verbunden sind.
Preise und den ausführlichen Text lest ihr hier.

16. Januar 2011

Staudenshopping in NL


Das Programm der ersten Gartenreise 2011 steht. Ende Mai führt die Route zu bedeutenden Gartenanlagen und weithin bekannten Staudengärtnereien in Mittel- und Nordholland. Auf der 2-tägigen Fahrt besuchen wir am ersten Tag die Staudengärtnerei Fahner, die Gärtnerei von Coen Jansen und die bekannte Gartenanlage von Mien Ruys in Dedemsvaart. Der Abschluss des Tages ist ein Besuch des Garten von Luc ter Beek in Hijken. Den zweiten Tag verbringen wir in der Region Friesland. Tuingoed Foltz, Liannes Ziergrassen und die Gärtnerei von Brian Kabbes sind die staudengärtnerischen Ziele. Außerdem besuchen wir den neuen Privatgarten des niederländischen Malers Ton ter Linden, der in den 90er Jahren durch seinen Garten in Südholland in Deutschland sehr bekannt wurde.
Das ausführliche Programm lesen Sie hier.

12. Dezember 2010

Grünberger Staudentage 2011

An dieser Stelle gab es im Oktober 2009 einen Hinweis auf die Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg. Vor einem Jahr als Referent, werde ich im Februar 2011 als Teilnehmer der Bildungsstätte eine Besuch abstatten und zu den Staudentagen 2011 fahren. Bei dieser traditionellen Veranstaltung, die viele Jahre lang von Dr. Hans Simon geleitet wurde, ist seit einiger Zeit Prof. Cassian Schmidt, der Leiter des Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim, als Moderator aktiv. Cassian Schmidt gehört zur Zeit zu den meist beachteten Gartenwissenschaftlern weltweit. Seine Arbeiten zu Präriepflanzen, die beispielhafte Staudenverwendung in Weinheim oder z.B. eine aktueller Artikel in der Gartenpraxis zu mediterranen Halbstrauchheiden machen mich schon lange neugierig auf seine Person. Das Programm dauert von Freitag bis Sonntag und ist mit interessanten bis hoch interessanten Vorträgen namhafter europäischer Referenten gespickt. Hans Kramer berichtet über Staudenneuheiten aus seinem Betrieb 'De Hessenhof' in Ede. Über den neuen Staudengarten auf der Insel Mainau berichtet Markus Zeiler, Dr. Hans Simon referiert in hohem Alter über eigene Funde, Selektionen und Züchtungen. Dies sind nur einige der Programmpunkte.
Grünberg hat ein besonderes Flair.
Man kann nicht wissen, ob der Nachbar am Tisch ein Hobbygärtner/in oder eine deutschlandweit bekannte Gartenpersönlichkeit ist.
Im Speisesaal hängen Pflanzenfotografien von Marion Nickig. Die Aussenanlagen sind beispielhaft bepflanzt und das Essen ist immer sehr gut und reichlich. Abends öffnet die 'Bayernstube' und wird von vielen Teilnehmern immer gerne und lange frequentiert. Ob man nun am Promitisch sitzt, sich unter das Volk der Junggärtner mischt oder sich bei bekannten Gesichtern von letzten Besuchen in Grünberg in Erinnerung ruft.
Programm Staudentage 2011

11. Dezember 2010

Echte Felsenbirne Amelanchier ovalis


Warum ausgerechnet dieser Strauch in den Suchbegriffen der Statistik ganz oben steht, ist mir nicht klar. Nun quasi auf vielfachen Wunsch etwas mehr dazu.
Der einheimische Strauch bleibt deutlich kleiner, als die bekannte Kupfer-Felsenbirne A. lamarkii, die in jedem zweiten Garten zu finden ist. Blüte, Herbstfärbung und Habitus ähneln sich sehr. Auf die überreiche weiße Blüte im April und Mai folgen schwarze Beeren, beliebt bei Vögeln, die, falls man schneller ist, als Wildfrucht zu Marmeladen etc verarbeitet werden können. Die hohe nordamerikanische Felsenbirne (früher A. canadensis) ist ein Großstrauch und bekannt für die rot-orange Herbstfärbung, die früh einsetzt, aber nur kurz andauert. Dass sie so viel gepflanzt wird, liegt an der Anspruchslosigkeit und Frosthärte. Der Habitus ist groß und rund, so breit wie hoch. Leider sieht man viele aufgeastete, halbierte, auf den Stock gesetzte und sonstwie heruntergeschnittene Felsenbirnen, die nichts mehr mit der Schönheit eines freiwachsenden 6-8 m hohen alten Exemplars gemein haben. Oft wäre A. spicata, eine wenig verbreitete Art aus Nordamerika viel besser geeignet. Sie wächst schmal und aufrecht. Als Hochstamm ist übrigens A. arborea 'Robin Hill' eine gute Wahl.

Zurück zu Amelanchier ovalis. Sie wächst in Mitteleuropa auf Trockenmagerrasen, kalkhaltigen Hängen und felsigen Stellen. Für den Garten heißt das, alle sommertrocken, sonnigen Stellen mit durchlässigen mageren, gern kalkhaltigen Böden sind gute Pflanzplätze. Nach 10 Jahren im Garten Gröne ist der Strauch etwa zwei Meter hoch und breit. In der Literatur werden 1,5 bis 3 m als Höhe angegeben, abhängig vom Standort. Noch kleiner bleiben die Sorten A.o. 'Helvetica' und 'Pumila'.
Unterpflanzt mit Geranium 'Johnsons Blue' und Spodiopogon sibiricus als Begleiter der wunderbaren Herbstfärbung ist Amelanchier ovalis ein wichtiger Strauch im Gehölzbestand des Gartens.
Link zum virtuellen Rundgang Steppenheide

17. November 2010

Frei nach Wilhelm Raabe

Ein Freund ist jemand, der deinen kaputten Zaun, die Blätter auf deinem Rasen, das Unkraut in deinen Beeten, die ungeölte Gartenbank, die überwucherte Rasenkante, die Geiltriebe in deinem Obstbaum, die Wühlmausgänge, die Maulwurfshügel, die ungeschnittene Hecke, den Schneckenfraß, die hässliche Wand des Nachbarn und das schlecht gestapelte Brennholz übersieht, aber die Blumen deines Gartens bewundert.

7. November 2010

Lob des Schattens


Bildervortrag von Gerhild Diamant

24. November - 20.00 Uhr
Gemeindezentrum der Ev. Kirche Kaldenhausen / Ulmenstraße
Duisburg - Rumeln-Kaldenhausen

Irgendwo in Duisburg liegt ein bezaubernder Hofgarten. Mit wenig gärtnerischem Erstwissen, aber großem Enthusiasmus für die Pflanze und dem Blick für die Besonderheit des Ortes entwickelte sich aus einem tristen Abstellplatz ein Gartenidyll.
Bericht über ein Experiment.

22. Oktober 2010

Staude der Stunde - Strobilanthes rankingensis



Eine Neuheit mit großem Potential ist die weitgehend unbekannte Staudengattung Otternkopf Strobilanthes aus dem Himalaya, heißt es schon schon länger auf meiner Webseite. “Noch nahezu unbekannt in unseren Gärten ist dieser attraktive Gast aus Sibirien“, heißt es bei Dieter Gaissmayer. Woher auch immer, die Gehölzrandstauden gedeihen bei ausreichender Feuchtigkeit in der Sonne und sind halbwegs hart, wie der letzte Winter gezeigt hat. Die hohe St. atropurpurea braucht mehrere Jahre, um zur vollen Größe heranzuwachsen. Sie bleibt nicht brusthoch, wie man gelegentlich lesen kann. Wertvoll ist die weiß-blaue Sorte 'Aquarelle' von Brian Kabbes.
Hier wächst die niedrigere St. rankingensis, was wiederum auf Südafrika hinweist. Die blauen, schlangenkopfartigen Blüten erscheinen passend im August, bevor mit Astern und Gräserblüten der Herbst Einzug hält.