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12. September 2010

Boisheim blüht – Drei neue Staudenbeete im Stadtgebiet




Erste Überlegungen zu diesem Projekt stammen aus dem Dezember 2008.
Durch die Zusammenarbeit des Bürgervereins Boisheim mit der Sparkassenstiftung und dank der Unterstützung des Gartenamtes Viersen konnten in Viersen-Boisheim im Frühling diesen Jahres drei Staudenbeete im Stadtgebiet angelegt werden. Rasenflächen wurden entfernt und der Boden mit Humus verbessert.
In einer gemeinsamen Aktion mit Freiwilligen des Bürgervereins und unter tatkräftiger Unterstützung des Viersener Gartenamtsleiters wurde an einem Wochenende im Mai gepflanzt und anschließend mit Natursteinsplitt der Körnung 8/16 gemulcht. Kaum Unkraut und keine Hundehaufen lohnen den Aufwand.
Gab es zu Anfang noch kritische Stimmen in der Bevölkerung hat sich inzwischen Zufriedenheit bis Begeisterung breit gemacht.
Nun folgt im Herbst das Legen von Blumenzwiebeln und die Fläche für ein weiteres Staudenbeet mit Knöterich, Wasserdost und Chinaschilf ist schon ausgeguckt.

Aktuelle Aufnahmen finden Sie hier

11. März 2010

Zwei neue Stauden aus der Gärtnerei `Sarastro`




Gastbeitrag aus dem lesenwerten Newsletter der Staudengärtnerei `Sarastro` in Österreich, von Christian Kress.

“Wenn du nichts dagegen hast, so möchte ich dir in Zukunft in lockerer Folge als Newsletter ein wenig Arbeit im Garten verschaffen, einige dir vielleicht bekannte, aber auch unbekannte Stauden vorstellen, sowie den neuesten Tratsch aus der Staudenwelt vermitteln“.
 
Collinsonia canadensis
Die Steinwurzel stammt ursprünglich aus Kanada und sieht in der Gestalt einer Brennnessel nicht unähnlich, nur dass ihre leicht gezähnten Blätter glatt sind. Ab Ende Juni erscheinen die zitronengelben Blüten an den Triebspitzen. Das Bemerkenswerteste ist jedoch ihr unbeschreibliche Duft nach Zitronengras oder Limonen. Die Endhöhe beträgt etwa 120 cm, wir haben es also mit einer stattlichen Staude zu tun, die sich in jedem nicht zu trockenen Boden wohl fühlt. Der ideale Standort befindet sich in Naturgärten in Waldpartien oder zwischen anderen Halbschattenstauden wie Hosta oder Astilbe.

Penstemon x mexicali ‘Tabasco‘
Die Bartfäden sind eine unglaublich arten- und sortenreiche Gattung, die meisten davon alpine Gewächse und bilden niedere Polster. Die uns bekanntesten Bartfäden (‘Schönholzerii‘ etc.) blühen in großen, auffälligen Glocken und sind in den meisten Regionen Mitteleuropas nicht winterhart. Vor etwa fünfzehn Jahren entstand in Denver/USA ein Bartfaden aus einigen harten Arten, welcher durch seine lang anhaltende und reiche Blüte allgemeines Aufsehen erregte. Sein Sortenname hieß ‘Red Rocks‘, dies ist der Name eines künstlichen Amphitheaters, welches sich westlich von Denver befindet. Dieser auch bei uns in Mitteleuropa völlig winterharte Bartfaden wurde mit der Zeit auch über Samen vermehrt, wodurch es zu einer leichten Mischung von Rot- und Rosatönen kam. Aus einer Aussaat selektierten wir vor zwei Jahren in unserer Gärtnerei die Sorte  ‘Tabasco‘. Diese Neuheit zeichnet sich durch ihre absolute Winterhärte und den tiefroten Blüten aus, die einen leicht hellen Schlund besitzen. Der beste Standort ist jeder Kiesgarten, aber auch in größeren Steingärten ist ‘Tabasco‘ gut aufgehoben, ebenfalls an einer warmen Hausmauer. Der Boden sollte durchlässig und von lehmig-sandiger Statur sein. Ein leichter Rückschnitt fördert ein erneutes Blühen, bis in den Herbst hinein!
 
Homepage Staudengärtnerei Sarastro

3. März 2010

Kiesgarten – Eine Begriffsbestimmung


Prärie-, Stein-, Trocken-, Steppen- oder Kiesgarten, das ist die Frage. Allen gemein ist die gärtnerische Verwendung von trockenheitsliebenden Pflanzen für magere Böden, die statt mit organischem Mulch mit mineralischem Kies oder Splitt gemulcht werden. Beth Chatto oder besser gesagt der Ulmer Verlag prägte den Begriff, als er die deutsche Ausgabe ihres Buches 'gravel garden' korrekt mit Kiesgarten übersetzte. Leider zeichnet sich inzwischen eine neue Bedeutung ab, die den Begriff Kiesgarten vereinamt. Leider deshalb, weil der Stauden- und Pflanzenliebhaber unter Kiesgarten ganz bestimmt nicht mit Folie ausgeschlagene Flächen versteht, in denen bunte Ziersteine und Natursteinelemente aus dem Baumarkt die Hauptrolle spielen und Pflanzen nur als Beiwerk geduldet werden.
Was ich unter Kiesgarten verstehe lesen Sie hier.