17. November 2011
1. November 2011
29. September 2011
Staudenpflanzungen auf der Floriade 2012 in Venlo.
Dass derart viel Platz in dem engbesiedelten Land für eine solche Veranstaltung zur Verfügung steht, spricht für die Bedeutung der Agrar- und Gartenindustrie in den Niederlanden. Boskoop ist das Baumschulcentrum, die Blumenzwiebeln kommen aus Flevoland und die Gartenkunst aus Limburg? Man kann, aber muss nicht die größte Seilbahn der Niederlande benutzen, um einen Eindruck vom 65 Hektar-Gelände der weltgrößten Gartenbauausstellung zu bekommen. Fünf Themenbereiche liegen eingebettet in ein Waldgebiet und sind über 3-minütige Wanderwege durch typisch niederrheinischen Kiefern-, Eichen- und Birkenwald miteinander verbunden. Zeit genug, um kurz inne zuhalten, ohne sich zu langweilen.
Die hochmodernen Gebäude der Ausstellung und das Amphitheater im Bereich World Show Stage geben der floriade weltstädtisches Flair. Architektur, die in einer Niederrheinmetropole nicht unbedingt zu erwarten ist. Wie es sich für den Hauptproduzenten Niederlande gehört werden eine weltbekannte Blumenzwiebeln-Spezialistin und ihre Helfer in diesen Wochen rund 1 Million Tulpen, Narzissen und Co unter die Erde bringen. Sie sollten sich also auch den April und Mai für die Floriade vormerken. Was die Pavillons, Themengärten und Ausstellungsbeiträge zu bieten haben, bleibt abzuwarten, da die Ausführungen nun erst voll anlaufen. Viele Infos dazu finden sich aber schon auf der deutschsprachigen Webseite. Die Staudenpflanzungen der einzelnen Themenbereiche sind konsequent umgesetzt, kein Stückwerk, kein Stilmix. Fazit: Der Besuch lohnt sich.
Eine zeitgemäße, an Trockenheit angepasste, steppenartige Pflanzung mit Gräsern, graulaubigen Pflanzen und typischen Dauerblühern wie Katzenminze, Steinquendel und Agastache. Reitgras Karl Förster, Föngras Achnaterum und neueste Panicumarten bilden das Gräsergerüst der Anlage. Zu halbhohen Büschen geschnittener Buschklee Lespedeza, blühende Artischoken und die wenig bekannte, Bergminze Pycnanthemum tenuifolium begeistert auch den Fachmann.
'Green Engine' - Natur und Industrie – zwei Gegensätze? Die Staudenwiese ist vermutlich mit dem Zufallsgenerator geplant. Nur Artenauswahl und Häufigkeit wurden festgelegt. Die Wirkung ist verblüffend. Viel Schafgarbe, ganz viel Verbena bonariensis und wenige Kniphofien.
'Environmet' – Pflanzen steigern die Lebensqualität
Lange schmale Streifen mit einer üppigen Beet- und Wildstaudenkombination, in der zu meinem Besuch Helianthus 'Lemon Queen' und Miscanthus den Ton angeben. Klassische Rabattenstauden wie Sonnenbraut Helenium, hohe Astern oder Lampenputzergras, aber auch Neuheiten wie Kerzenknöterich Persicaria amplexicaule bestimmen das Bild. Der mit Heckenschere begradigte Rand der Pflanzung ist ein vermeidbarer Fauxpas der im kommenden Jahr nicht passieren sollte. Hier ist auch die Allee der 120 Baumarten zu besichtigen, die alle korrekt zu benennen nur den wenigsten Besuchern gelingen dürfte. Wer hundert bestimmen kann, gewinnt einen Restaurantbesuch.
'Education & Innovation' – Forschung und Lehre
Die großzügige Staudenpflanzung am Hang wirkt wild und naturhaft. In der halbhohen, prärieartigen Kombination sind große Gruppen von Sonnenhut, Schafgarbe und Helenium die Leitstauden. Bänder von Waldschmiele, Rutenhirse und Reitgras 'Karl Förster' durchweben mit ihren filigranen Ähren die gelb-, braun- und rottönigen Blütenfelder.
'World Show Stage - Schmelztiegel aus Kunst, Kultur und Unterhaltung
Große Veranstaltung - große Bühne. 1500 Personen fasst das Amphitheater, der See am Waldrand hat die passenden Dimensionen. Das bescheidene Rosarium unter der Seilbahnstation wird mit den in der Region reichlich vorhandenen Rosenzielen wie Lottum und Schlosspark Arcen erklärt; es bleibt bei dem Versuch den englischen Landschaftsgarten im Rücken des Amphitheaters abzubilden. Topiary wirkt da eher barock.
Diese und weitere Aufnahmen von den Staudenpflanzungen der Floriade 2012 in Venlo finden Sie in der Diashow.
12. September 2011
Begleitprogramm zur Floriade 2012 in Venlo

Die Floriade 2012 in Venlo zieht Besucher aus aller Welt an. Die Weltgartenausstellung findet nur alle 10 Jahre statt und lockt bis zu zwei Millionen in die Nachbarstadt Nettetals. Das wissen auch Pflanzenfreunde in Europa und planen eine Gartenreise, um der Floriade einen Besuch abzustatten. Ob man in einem Tag alles gesehen hat, was dass Ausstellungsgelände und die Länderpavvilons zu bieten haben? Wohl kaum.
Aber vielleicht das, was den Gartenpflanzen-Liebhaber auf der Ausstellung interessiert. Für einen Tag mit dem Flugzeug anreisen? Warum nicht noch zwei bis drei Tage anhängen. Der Niederrhein hat in Sachen Gartenkultur noch einiges Mehr zu bieten. Er ist bekannt für seine Privatgärten und Parkanlagen, die die Gegend in den letzten 20 Jahren zu einem Gartenreiseziel erster Klasse geführt haben. Der Garten Luzenz/Bender, der Millinger Theetuin, das Arboretum Diamant oder ein Besuch im Rosendorf Lottum wären mögliche Ziele. Zum Beispiel nutzen der bekannte österreichische Gartenautor und TV-Mann Karl Ploberger und Wolfram Franke (Kraut und Rüben) mit einer Reisegruppe die Gelegenheit, nicht nur der floriade einen Besuch abzustatten. Die Flugreise ab Wien organisiert die Firma travel company. Neben dem Garten Gröne stehen weitere Privatgärten in der Region auf dem Programm.
Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie mit ihrem Gartenclub, den Pflanzenfreunden oder Liebhaber- Gesellschaft einen Besuch in Venlo und am Niederrhein planen. In Zusammenarbeit mit aha!-Reisen/Peter Gartz übernehmen wir auch gerne die Organisation von Hotel, Bus und Reiseleitung.
Für das Abendprogramm bietet sich ein Besuch im Ruhrgebiet (Kohlenpott) an.
Natürlich gilt auch für Einzelreisende und Kleingruppen, die immer schon mal den Garten Gröne besuchen und 2012 die Gelegenheit nutzen wollen: Anruf genügt.
4. Juli 2011
Gartenreportage

Der Garten Gröne - Pflanzentour Teil I
11. Juni 2011
CEWE Fotowettbewerb „Mein Hobby und ich!“

Wir Kinder stellten alles Mögliche mit den kleinen einseitig klebenden Vierecken an und wenn meine Mutter sie brauchte, waren keine mehr da. Fotoecken gehörten zum Inventar meiner Kindheit, mit ihnen wurden die Papierabzüge von Vaters Negativ-Film in zeitliche Ordnung gebracht, zu 3-4 auf jeder Seite des Stoff umhüllten Albums arrangiert und mit Erläuterungen und Kommentaren per Füllfederhalter versehen. Ob die Klebeecken noch produziert werden? Vielleicht in Kleinmengen für Liebhaber, die genauso wie meine Rähmchen, Magazine und Glühlampen für Diaprojektoren immer teurer, weil seltener werden.
Das ist alles so gut wie vorbei. Ich fotografiere digital und das 3. Album mit den neusten Gartenfotografien, das bei den Tagen der offenen Gartentür ausliegt, wird ein Fotobuch sein.
Was mir bei Hochzeiten, runden Geburtstagen und ähnlichen Anlässen schon mehrmals begegnet ist, hat Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Mach dir ein Buch, spiel Verleger und beeindrucke Freunde und Verwandtschaft mit deinem Talent. Als Layouter, Texter und Fotograf in Personalunion. Zeig mir dein Fotobuch und ich sage dir, wer du bist.
Der Marktführer CEWE hat den Fotowettbewerb „Mein Hobby und ich!“ ausgeschrieben und fordert die Gartenszene auf, ihr Paradies auf einer Doppelseite als Collage zu präsentieren. Mit dem berühmten Quäntchen Glück sind viele Preise wie hochwertige Gartenmöbel oder eine professionelle Gartenberatung zu gewinnen. Ladet einfach ein Porträtfoto von euch und drei eurer schönsten Gartenfotos hoch. Zeigt euren „grünen Daumen“!
Zum Fotowettbewerb
5. Juni 2011
Highlights 2011

Dass Staudengärtner Brian Kabbes oder Roger Bastin mit mir auf facebook befreundet sind, scheint verständlich. Dass die Regionalgruppe Hamburg der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) auf einer Fahrt an den Niederrhein auch dem Garten Gröne einen Besuch abstattet, ist sicher ein Highlight des Jahres. Dass “Mein schöner Garten“ den Termin Juni in der Print-Ausgabe veröffentlicht hat, ohne das ich angefragt habe, freut mich sehr. Dass zwei große deutsche Gartenbuchverlage konkurrieren, um das neue Gartenbuchprojekt anzugehen, freut mich noch mehr.
Aber wie die Hardy Plant Society of Oregon( HPSO), USA darauf kommt, auf ihrer Europareise ausgerechnet meinen Staudengarten besichtigen zu wollen, kann ich nicht erklären.
Reisen die Damen und Herren wie anno dazumal mit dem Schiff und haben ihre Geschäfte für ein halbes Jahr delegiert? Gibt es in meiner amerikanischen Verwandtschaft im mittleren Westen Pflanzenliebhaber, von denen ich nichts weiß? Ist die Homepage garten-groene auf amerikanischen Staudenseiten oder blogs verlinkt, die mein Statistik-Programm nicht anzeigt?
Wie auch immer, es ist nicht die tea-party und auch wenn meine Englischkenntnisse dürftig sind: Botanische Namen sind auf der ganzen Welt gleich.